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Die Blueswurz Story
Oskar Pöhnl wird 1951 als 12. Kind einer Arbeiterfamilie in Weiden in
der Oberpfalz geboren. Als er 1965 das American Folk & Blues Festival im
Fernsehen sieht ist er dermaßen infiziert, dass ihn ab diesem Zeitpunkt
die Stones, Beatles und Konsorten nicht mehr interessieren. Er will nur
noch das Original, er will zur Wurzel des Blues.
Der Bluesschlagzeuger Fred Below wird Oskars Vorbild. Mit seinem
Jugendfreund Al Jones, Sohn eines schwarzen GIs und einer Weidnerin,
beginnt Oskar als Trommler den Blues zu spielen. Erst in den „Projects“
von Weiden (so eine Art Southside im Weidner Format), dann in München
und bald in ganz Europa.
Oskar ist so gut, dass er bereits nach wenigen Jahren bei den
renommierten Festivals in Montreux und Den Haag (North Sea Jazz
Festival) auftritt. Er begleitet Künstler wie Champion Jack Dupree,
Tommy Tucker, Sonny Rhodes und Louisiana Red und erspielt sich einen Ruf
als einer der besten Blues Trommler in ganz Europa.
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1999 trifft er den Münchner Gitarristen Peter Schneider und
steigt in dessen neue Band „The Stimulators“ ein. Schneider ist
bekannt geworden als Gitarrist von Willy Michl, hat danach
Söllners 1. Reggae Band Bayerman Vibration geleitet, sich
Deutschlandweit einen Namen mit seiner eigenen Peter Schneider
Bluesband gemacht und Erfahrungen in den USA in der Band von
Blues Ikone Ike Turner gesammelt.
Pöhnl und Schneider sind beinharte Bluesfans, die sich gesucht
und gefunden haben. Nach Konzerten der Stimulators sitzen die
beiden oft in Peters Küche in München und lauschen den
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Bluesaufnahmen
ihrer Lieblingsmusiker, Sonny Boy Williamson, J.B.
Lenoir, Little Walter, Nat King Cole, Django Reinhardt, Jimmy
Rushing und vielen anderen, trinken Tee, rauchen und jammen den
Blues. Peter zupft die dicke Jazzgitarre und Oskar singt.
So hat sich
über die Jahre eine ganz spezielle gemeinsame Art zu spielen entwickelt.
Die beiden machen diesen Sound ausschließlich zu ihrem eigenen Vergnügen
bis Oskar eines Nachts den Text eines oberpfälzischen Zwiefachen über
einen von Peters Blues Songs singt.
Gut 8 Wochen später haben die zwei 15 Bayrische Nummern geschrieben.
Die Lieder haben sie auf eine Art modernes „Field Recording“ auf einem
Laptop aufgenommen.
Der Name Blueswurz ist sowohl eine Anspielung auf Oskars Heimat
Oberpfalz, wo der berühmt berüchtigte Blutwurz Schnaps herkommt, wie
auch auf Oskar selbst, der ein richtiges Original und Blues Urgewächs
ist. Auch nach über 30 Jahren in München und vielen nationalen und
internationalen Tourneen spricht er immer noch tiefsten oberpfälzischen
Slang, dass es selbst die Musiker Kollegen im Bandbus nach 10 Jahren
immer noch reißt, ob einiger Ausdrücke und Aussprachen Oskars.
Eine echte Blueswurz eben. Rooted between Weiden und Chicago! |
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